Real pure natural perfumes with INCI: Perfume (100% natural)
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Geschichte der Naturparfümerie


Ursprünge der Parfümerie

 
Geschichte des Parfüms
 
Die Verwendung von ein oder mehreren duftenden Substanzen zur Parfümierung des eigenen Körpers, zur Überdeckung, Begleitung oder Betonung des eigenen Geruchs, scheint so alt wie die Menschheit selbst zu sein.
Wir sehen es sogar an Tieren, die sich selbst mit fremden duftenden Substanzen einreiben, meistens um den eigenen Körpergeruch vor den Feinden zu verstecken und somit das eigene Leben zu retten.
 
Unsere Urahnen müssen die unerklärlichen Prozesse des Riechens als übernatürlich angesehen haben.
 
Spätestens seit der Anwendung von Feuer sollte der Mensch die Wohlgerüche der verschiedensten Hölzer und Kräuter beim Verbrennen kennen gelernt haben. Seit Menschengedenken werden Ausgüsse, Extrakte und andere Verarbeitungsformen aus diesen Pflanzen als machtvolle, magische Instrumente gegen allerlei Leiden verwendet.
 
In der Zeit der Pharaonen gibt es viele schriftliche Beweise für eines der florierendsten Handelsgeschäfte "den Gewürzhandel".
Dieser ist nicht vom Handel der Duftstoffe zu trennen.
In allen alten Staatsdokumenten entdeckt man detaillierte Buchhaltung über die  Sorten und Preise der Salben, Räucherwerke u.a.
 
Göttliche Pflanzen
 
Viele andere aromatische Pflanzen, vor allem Blüten, werden einer göttlichen Herkunft zugesprochen.
Dazu gehören insbesondere die blaue Lotus, die Narzisse, Anemone, Mastix, Eisenkraut und die von der Inquisition verfolgte Verbena.
Nicht zu vergessen, das von allen Urvölkern der Welt als göttlich angesehene "Cannabis Sativa L."
 
Bei den Hindu-Religionen nimmt Cannabis eine sehr wichtige Rolle ein. Das Selbe gilt für die aus Äthiopien stammenden  Rastafari-Religion.
 
Für den Duft der Cannabispflanze sind mehr als 140 Verbindungen verantwortlich. Diese können an einem Tag das Aroma  in einer gleichen Blüte drastisch verändern.
Verantwortlich hierfür sind -zig verschiedene Mono- di-Terpene, die leider nur in der lebenden Blüte wahrgenommen werden können, da alle sehr flüchtig sind.
 
Die Verwendung von duftenden Substanzen zu okkulten Zwecken wird auch in den unterschiedlichsten Kulturen vorgenommen.
 
Es gibt jahrtausend alte Erkenntnisse, die besagen, dass Pflanzen mit mehreren Planeten und astrologischen Konstellationen verknüpft sind.
 
Im Alten und Neuen Testament findet man zahlreiche Hinweise auf Verwendung von Salben, Räuchergaben und sogar Rezepturen für die Verwendung von allerlei duftenden Substanzen. Sie halfen um in Kontakt mit dem Allmächtigen zu treten.
 
Jesus Fußsalbe, mit der er seine Folger einweihte, beinhaltete Hanf...
 
 
Weihrauch und Myrrhe
 
 
Weihrauch wird überall in der Bibel so oft wie Myrrhe erwähnt. Er wird durch die  Verletzung der Rinde der verschiedenen Arten der Gattung Boswellia hergestellt.
Myrrhe-Harz wird aus Comniphora Arten gewonnen.

Der Handel mit diesen beiden Stoffen war das Monopol der Staaten der arabischen Halbinsel, die auf der s.g. Weihrauchstrasse bis an die Küsten des Mittelmeers ihre Waren transportierten.
 
Das ätherische Öl des Weihrauchs, das Olibanumöl, besteht aus fast 300 Inhaltstoffen und keines davon ist in sich die Verantwortung für seinen charakteristischen Duft.
 
Weihrauch und Myrrheduft waren für die griechische und ägyptische Mythologie gleichgesetzt mit Götterduft.
Leben und Kultur der Antike sind durch den Geruchssinn geprägt worden. Es war ein Dienst der echten Naturparfüms!
 
 
Die Philosophen
 
Verschiedene griechische Philosophen haben ihre Theorien über den Duft entwickelt, die bis heute Gültigkeit haben.
 
Platon (361 Jahre vor unserer Zeit) definierte den Duft als "etwas kompakter als Luft und dünner als Wasser."
 
Demokrit (500 Jahre v.u.Z.) und Theofrastos (372 J.v.u.Z.) klassifizierten bereits die Gerüche durch die ausgelösten Empfindungen.
 
Theofrastos stellte die Frage: "Warum wird ein im Parfüm und im Wein angenehmer Geruch in einem Nahrungsmittel abgelehnt?"
 
Die Verwendung der Blütenstoffe in Kosmetika und Parfüm wird von den verschiedenen griechischen Schriftstellern der Zeit gepriesen.
 
Die Menschheitsgeschichte ist voll von Beispielen der Bewunderung gegenüber dem Geruchsinn und dessen Lustobjekte: Die natütlichen Düfte.
 
Ein Beispiel ist der erfolgreiche, zeitgenössische Roman  "Das Parfum". (Süsskind)
 
Heute
 
Die Verwendung von 100%igen Naturstoffen zur Aromatisierung und Parfümierung hat bis zur Mitte des 19-ten Jahrhunderts angehalten.
 
Die Wohlhabenden waren ausgesprochen verschwenderisch mit Ihrer Riechlust.
 
Grund war mitunter die überall herrschende Pest. Fehlende sanitäre Einrichtungen machten es zur Notwendigkeit unangenehme Gerüche mit Hilfe von Düften zu überdecken.
 
 
Mann sollte wohl nocheinmal erwähnen, dass es im Palais von Versailles überhaupt keine Toiletten gab!

 
Der übertriebene Konsum von Düften ging so weit, dass das protestantische Parlament in London im Jahr 1770 versuchte die Verbreitung „verführerischer Düfte" zu verbieten. Es kam zu einer Verordnung, in der Jungfrauen, Mädchen oder Witwen der Hexerei bezichtigt wurden, wenn Sie jemanden mit Hilfe von Parfüms, falschen Haaren oder anderen „unfairen Mitteln" zur Ehe überlisteten...
 
Alle verwendeten Rohstoffe waren bis Mitte des 19. Jahrhundert natürlicher Herkunft.
Die ganze Parfümerie dieser Zeit war echte Naturparfümerie!
 
Die erste Synthese 1837 publizierte Friedrich Wöhler zusammen mit Herrn Justus Liebig: "Die Arbeit über das Bittermandelöl. "
 
Ihm war die Herstellung von Benzaldehyd durch enzymatische Spaltung von Amygdalin gelungen und  das riechende Prinzip des Bittermandelöls oder des bekannten Marzipans zu reproduzieren.
 
Der Synthetisierung des Cumarins (inzwischen in Lebensmittel wegen Leberschädigung verboten) - das riechende Prinzip der Tonkabohne -, des frisch gemähten Heus oder des Waldmeisters folgte auch die des Vanillins und Heliotropins.
 
In jener Zeit entwickelte der französische Chemiker Dumas die Analysemethoden für die Untersuchung von Bestandteilen von ätherischen Ölen, wodurch er diese in Kohlenwasserstoffe sowie  Sauerstoff, Stickstoff und schwefelhaltige Derivate einteilen konnte.
 
Diese Entwicklung veränderte drastisch die Welt der Düfte, die damals von blumigen Naturparfüms mit animalischen Grundnoten beherrscht waren.
 
Die Gesellschaft der Zeit verlangte bis dahin Parfüms, deren Kunst die olfaktorische Fotografie einer Blüte waren.
 
Tierische Rohstoffe
 
Tierische Rohstoffe wie Moschus, Zibet, Ambra und Castoreum (oder Bibergeil) und andere waren früher in Parfümkompositionen unentbehrlich.
 
Dieser Brauch hat sich bis heute erhalten, wobei Ambra- und Moschusdüfte seit fast 100 Jahren nicht mehr von den Walen oder Moschushirschen stammen. Sie wurden aus Erdöl (Benzol) oder anderen Substanzen synthetisiert.
 
AMBRA, MOSCHUS, ZIBET...

 
Entdecker der s.g. Makrozyklen war Leopold Ruzicka im Jahre 1926.
 
Bis dahin hatte man aus theoretischen Gründen solche riesige Kohlenstoffringe als unmöglich gehalten.Diese Entdeckung der s.g. Ketone war ein Meilenstein der organischen Chemie.
 
Von Exaltolid (ein ambraverwandter Stoff ) werden heute weltweit ca. 100 T jährlich produziert.
 
Ein französischer Forscher, A. Baur entdeckte eine billigere Art der Herstellung ausgehend aus hoch nitrierten Benzol-Derivaten, die auf dem Markt als Xylol-, Ambrette- und Keton-Moschus landeten.
 
Heute weiß man, dass diese Stoffe krebserregende Eigenschaften, vor allem während der Herstellung besitzen und mit größter Wahrscheinlichkeit Auslöser von vielen Allergien oder sogar Hautkrankheiten sind.
 
Natürliche makrozyklische Ketone werden im Tierreich (Moschushirsch, Wale, Moschusochsen) und die um ein Sauerstoffatom reicheren Laktone im Pflanzenreich, produziert.
 
Der ungesättigte Moschuskörnerlakton mit 17 Ringgliedern (wie der s.g. Exaltolid Moschusketon) wird Ambrettolid genannt. Angelikawurzel und Labdanum besitzen ebenfalls ähnliche Laktone.
 
Derzeit wird ein Ambraduft, Namens Ambrox, aus dem Muskateller Salbei stammenden Sclareol synthetisiert.
 
Im Falle des Zibetduftes gibt es ebenfalls s.g. naturidentische Nachahmungen, die aber niemals den natürlichen ähneln.
 
Es wird berichtet, dass die in der Gefangenschaft lebenden Zibetkatzen kein oder sehr wenig Sekret produzieren.
Diese Zibetkatzen, die dafür in Käfigen gehalten werden, werden regelmäßig gereizt, damit die gestressten Tiere mehr Sekret produzieren.
 
Bis Ende des 16. Jahrhunderts waren bereits über 100 natürliche äth. Öle bekannt.
 
Heute sind es mehr als 1500.
 
Destillation
 
Bereits vor über 2200 Jahren war in Mesopotamien eine primitive Form der Wasserdampfdestillation für die Gewinnung von Zedernöl bekannt.
 
Dieses Verfahren wurde bereits vor mehr als 3000 Jahren in China praktiziert.
 
Die Verfeinerung der Wasserdampfdestillation wie man sie heute kennt, verdankt man - und nicht nur das!- den Arabern.
 
Sie wurde erst viel später angewandt.
 
Das Wort „Alambic" (Destilliergerät), was in der ganzen Welt Verwendung findet, stammt aus der arabischen Sprache.
 
Klassische Naturparfüms

 
So bezeichnet man alle bekannten Parfümnoten, die historisch anerkannt worden sind. Sie stammen aus Büchern der hervorragensten Parfümere unserer Zeit.  
 
Einige dieser vorzüglichen Naturparfümkompositionen sind:
Eau de Cologne, Ungarisches Wasser, Russisches Leder, Heu, Magnolie, Fougére, Vétiver, Chypre, Lavendel Wasser, Gardenia, Florida Water, Moscari, Rondeletia, Brise du Soir, Bouquet Maréchal, u.s.w.
 
Viele der alten Kompositionen (aber erst ab 1873) waren von Anfang an teilweise mit synthetischen Duftstoffen komponiert wie z.B.: Lilly of the Valley, Clematis, Jockey Club, etc.
 
Naturparfümeure können heute diese alten und sehr bewährten Rezepturen neu aufarbeiten, die tierischen und synthetischen Stoffe durch pflanzliche (wenn auch nicht alles Synthetisches ersetzbar ist) ersetzen und hervorragende 100% Naturparfüms anbieten.
Dabei kommt es zu ständig neuen Anregungen, die für eigene Fantasiekompositionen umgesetzt werden können.
Diese Kenntnisse aufzubauen bedarf es einer langen Praxis- und Forschungsarbeit und einer  Leidenschaft für den Beruf des echten Naturparümeurs.
 
Naturparfümerie-Kurse:
Interessenten bitten wir sich mit uns in Kontakt zu setzen. Sehen sie dazu:
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